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Montag, 9. November 2009, 18:57

Was bedeutet für dich persönlich der Mauerfall?

Heute vor 20 Jahren fiel in Berlin nach 38 Jahren geteiltes Berlin die Berliner Mauer. Damit war der Weg für die deutsche Wiedervereinigung geebnet und das Ringen der DDR-Bürger die wochenlang für mehr Freiheit gekämpft hatten, mündete in einem ersten großen Erfolg.

Legendär auch die Pressekonferenz die damals zur zeitnahen Öffnung der Grenze führte:

[kasten]Journalist Riccardo Ehrman: „Sie haben von Fehlern gesprochen. Glauben Sie nicht, dass es war ein großer Fehler, diesen Reisegesetzentwurf, das Sie haben jetzt vorgestellt vor wenigen Tagen?“

Günter Schabowski: „Und deshalb haben wir uns dazu entschlossen, heute eine Regelung zu treffen, die es jedem Bürger der DDR möglich macht, über Grenzübergangspunkte der DDR auszureisen.“

Ein Journalist: „Ab wann tritt das in Kraft? Ab Sofort?“

Günter Schabowski: „Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen (Reiseanlässe und Verwandtschaftsverhältnisse) beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt. Die zuständigen Abteilungen Pass- und Meldewesen der VPKÄ – der Volkspolizeikreisämter – in der DDR sind angewiesen, Visa zur ständigen Ausreise unverzüglich zu erteilen, ohne dass dafür noch geltende Voraussetzungen für eine ständige Ausreise vorliegen müssen. Ständige Ausreisen können über alle Grenzübergangsstellen der DDR zur BRD erfolgen […]“

Journalist Peter Brinkmann: „Wann tritt das in Kraft?“

Günter Schabowski: „Das tritt nach meiner Kenntnis […] ist das sofort, unverzüglich.“[/kasten]

Und dann nahmen die Dinge ihren Lauf...



Wie habt ihr diesen 11. November seinerzeit erlebt? Was bedeutet der Mauerfall für euch persönlich?
Bei jedem Atemzug stehen wir vor der Wahl,
das Leben zu umarmen oder auf das Glück zu warten.

2

Montag, 9. November 2009, 20:18

Der 11. November war für mich ein Tag, wie jeder andere. Ich habe dem Ereignis auch danach erst mal keine besondere Bedeutung beigemessen.

Wann jetzt was genau war, kann ich so mit Bestimmtheit gar nicht mehr sagen. Für mich ging da alles noch drunter und drüber zu. Die Öffnung der Grenze war aus meiner Sicht von damals auch nicht DIE politische Weichenstellung. An eine Wiedervereinigung, so wie wir sie dann hatten, glaubte ich noch lange nicht.

So skeptisch ich damals auch eingestellt war, so schnell habe ich mich danach damit abgefunden, dass wir doch ein deutsches Volk sind. Für mich gibt es schon lange keine Ossis und Wessis mehr, auch wenn ich ab und zu mal lästere. :D
Grüße vom Gyuri

„Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen“
(Karl Valentin)

3

Montag, 9. November 2009, 21:22

Hallo zusammen

@maxxx: Warst Du gar nicht auf der Feier heute?? Sah ziemlich beeindruckend aus gerade im Fernsehen. :)

Zum Thema:

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich diesen Tag verbracht habe. Ich weiß nur, dass mich das damals nicht interessiert hat. :D Da war ich einfach noch zu klein.

Was bedeutet der Mauerfall für mich oder eben die Wiedervereinigung.

Da ich das geteilte Deutschland nie bewusst wahr genommen habe, kenne ich es nicht anders als es jetzt ist.

Für mich ist Deutschland Deutschland ... obwohl es natürlich immer noch Ossis und Wessis gibt, wobei man das aber nicht unbedingt negativ sehen muss.

Das einzige, was mich nach wie vor stört: Ich kenne viele, sehr viele, "Ossis", die inzwischen im "Westen" wohnen, hier arbeiten, sich hier ein Leben aufgebaut haben, und dann trotzdem ständig sagen: Damals war alles besser, damals hatten wir viel mehr, damals (daheim) waren die Leute viel netter. Bei solchen Sätzen könnte ich persönlich ausflippen, denn dann frage ich mich ernsthaft, warum sie dann hier bei uns sind?!

Viele Grüße
Manuela

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