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1

Dienstag, 16. Oktober 2012, 14:06

"vegetarisches" Fleisch?

Ja, ihr lest richtig. Mir geht es um die philosophische Frage, ob Vegetarier Fleisch essen können/dürfen/sollen, bei dem kein Lebewesen hat sterben müssen?
?(

:D Ich denke jetzt nicht an den Frosch, der ohne Hinterbeine weiter leben könnte oder das Schwein ohne Ohren.

Im Prinzip ist es technisch bereits möglich, Fleisch (auch Muskelfleisch) aus Muskel-Stammzellen wachsen zu lassen. Noch würde die Übertragung der Abläufe im Labor auf die Fertigungsstätten für Fleisch viel zu teuer sein. In einem Magazin las ich etwas von 250'000.-€ für einen Burger. :mampf: (Ob da jetzt schon Ketchup dabei ist … ;) )

Wer des Englischen mächtig ist, mag hier Einzelheiten erfahren:

Klick Youtube

Wüsste ich nicht, um was es hier geht, ich würde kein Wort verstehen. :wacko:

Wenn ein Vegetarier Vegetarier ist, weil er nicht am Tod von Tieren verantwortlich sein will, wäre das doch eine mögliche Lösung, nicht auf Fleisch verzichten zu müssen. Wer aber gesundheitliche Bedenken hat, für den dürfte kein Unterschied zwischen Fleisch und Fleisch bestehen.

Veganer, so wie ich sie kenne, lehnen auch aus Umweltgründen alles mögliche ab. Also wäre das "Retorten-Fleisch" für sie keine Option.

Allerdings wäre zu bedenken, dass der immense Energiebedarf zur Erzeugung einer Portion Fleisch dann nicht mehr gegeben wäre.


Was denkt ihr? Ihr Vegetarier? Ihr Veganer? Ihr Fleischesser?
Grüße vom Gyuri

„Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen“
(Karl Valentin)

2

Dienstag, 16. Oktober 2012, 18:42

Hmm. Ich verstehe das alles nicht. Wenn ich Vegetarier bin, esse ich kein Fleisch. Wozu brauche ich dann Fleischersatz? Ich begreife schon nicht den tieferen Sinn von Tofu, wenn es paniert wie ein Schnitzel auf den Tisch kommt und suggeriert, man würde jetzt Schnitzel essen. Entweder ich esse Fleisch oder nicht. Punkt. Mittlerweile gibt es ja auch Obst, das nach Schokolade schmeckt und Käse, der dem Verbraucher vorgaukeln soll, nach Fleisch zu schmecken. Das ist doch widersinnig. Aber möglicherweise ist die Idee dahinter für mein kleines Hirn dann doch zu groß.
Fanti-Fan

3

Dienstag, 16. Oktober 2012, 19:16

Also ich unterscheide da grundsätzlich zwei verschiedene Vegetarier, auch wenn der Übergang etwas fließend sein kann.

Die einen lehnen Fleisch nur aus ethischen Gründen ab. Die anderen haben gesundheitliche Bedenken bei bestimmten tierischen Eiweißen. Letztere "brauchen" dann auch Tofu als Fleischersatz.

Es gäbe dann noch die, die aus religiösen Gründen kein Fleisch, oder kein bestimmtes Fleisch essen. Ich, der Atheist, meine, sowohl aus religiöser als auch aus ethischer Sicht, sollte es keine Probleme bereiten, Fleisch zu essen, das aus der Retorte kam.

Nur wer Fleisch nicht isst, weil es ihm nicht schmeckt (kann ich persönlich jetzt weniger nachvollziehen) wird mit Fleisch aus Muskelstammzellen auch keinen Geschmack daran finden.

btw:
Wer sich den Schutz ungeborenen Lebens auch für Tiere auf die Fahnen schreibt, darf diese relativ neue Technik natürlich auch nicht für gut heißen.
Aber da könnten wir schon noch einen Schritt weiter gehen und auch den Schutz von ungeborenem pflanzlichen Leben fordern. :S Rein theoretisch!
Grüße vom Gyuri

„Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen“
(Karl Valentin)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Gyuri« (16. Oktober 2012, 19:23)


4

Freitag, 20. September 2013, 15:19

Ich bin gerne Vegetarier und brauche auch keinen Ersatz! Es ist einfach eine neue Lebensweise, die man sich aneignet, man verzichtet ja im besten Fall nicht nur auf Fleisch, sondern versucht, seine Ernährung so gesund und umweltverträglich zu gestalten, wie nur möglich!

5

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 12:33

Ich bin gerne Vegetarier und brauche auch keinen Ersatz! Es ist einfach eine neue Lebensweise, die man sich aneignet, man verzichtet ja im besten Fall nicht nur auf Fleisch, sondern versucht, seine Ernährung so gesund und umweltverträglich zu gestalten, wie nur möglich!

Gute Einstellung, sonst sehe ich den "Sinn" im Vegetarierdasein nicht so wirklich.
Wer Fleisch wirklich mag, braucht doch auch kein Vegetarier sein und kann einfach eben den Konsum etwas herunterschrauben.
Wer einem Anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. ;)

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