Bewerbungsgespräche

  • Fast jeder Bewerber hasst sie und dennoch kommt man nicht an ihnen vorbei: Bewerbungsgespräche. Manche Menschen meistern sie von Natur aus gut, andere hingegen sind meganervös.


    Wie ergeht es euch in Bewerbungsgesprächen? Könnt ihr euch gut verkaufen? Wisst ihr immer die passende Antwort? Wie ehrlich seid ihr? Und was antwortet ihr bei der berühmten Frage nach euren Schwächen?


    Spiegel Online hat einen interessanten Artikel zum Thema veröffentlicht, hier empfehle ich insbesondere die Seite 3 falls man sich auf ein Gespräch vorbereiten möchte. Dort erfahren unerfahrene Bewerber, was sie in einem solchen Gespräch inhaltlich in etwa erwartet.


    http://www.spiegel.de/unispieg…f/0,1518,710167-5,00.html

    Bei jedem Atemzug stehen wir vor der Wahl,
    das Leben zu umarmen oder auf das Glück zu warten.

  • Ich habe nun doch schon einige Bewerbungsgespräche hinter mir und nicht alle sind optimal gelaufen. Es war aber kein einziges Gespräch, bei dem starr die Punkte in der Reihenfolge abgelaufen wären. Auswendig lernen bringt nichts, außer man bewirbt sich als "Auswendiglerner".


    Was ich nicht erzählen will, dass erzähle ich auch nicht. Ich muss nur eines parat haben: alles, was im Bewerbungsschreiben und in meinem Lebenslauf steht - das aber 100%ig und lückenlos.


    Man sollte es auch nie zu verkrampft angehen. Wer sich denkt: "Wenn ich diesen Job nicht bekomme, ist alles vorbei.", wird nicht gut da stehen. Eine Bewerbungsgespräch sollte immer ein gegenseitiges Beschnuppern sein. Ich muss da auch den Mut haben, dem Personaler klar zu machen, das ich mir meine Arbeitsbedingungen und somit den Arbeitgeber schon auch aussuche.


    So ein Personaler ist in aller Regel ein ganz armes Würstchen, dass den Auftrag hat, den geeignetsten Bewerber für sein Unternehmen zu gewinnen, auch wenn es oft so aussieht, dass er so was ähnliches wie der liebe Gott ist. Habe ich ihn überzeugen können, dass er mit mir vor der Geschäftsleitung strahlen kann, hat man in aller Regel nie mehr mit ihm zu tun.


    Wenn man mit dem Chef einer kleineren Firma direkt spricht, ist es in aller Regel sowieso lockerer, weil er meist mehr vom Fach ist. Hat er aber keine Ahnung, und achtet nur auf Alter, Haartracht, Automarke und Gewerkschaftszugehörigkeit, so sollte man sich sowieso gut überlegen, ob man es mit so einen Chef lange aushält.

    Grüße vom Gyuri


    „Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen“
    (Karl Valentin)

  • Ich denke man kann hier noch weitere wichtige Dinge anführen, die es für die kommenden Leser lesenswert macht.


    Wichtig in einem Bewerbungsgespräch ist das man vorbereitet ist. Man kann das durch Home-Übung oder druch verschiedene Bewerbungsgespräche lernen.
    Doch ließt man immer mehr von übertrainierten und nicht individuellen Bewerbern. Genau da muss man aufpassen. Hierwird geschrieben, dass es immer mehr von den übervorbereiteten Bewerbern gibt, die nichts mehr von sich erzählen können, das sie nur strikt nach Bewerbungs-Knigge erzählen und antworten. Sowas ist natürlich auch nicht gut.
    Man sollte aufpassen, dass man die richtige Mischung findet. Unternehmen suchen Typen und die findet man nicht, wenn alles exakt nach Plan läuft.



    Desweiteren wird sich auch immer mehr per E-Mail beworben, schreibt z.B. der Spiegel: http://www.spiegel.de/unispieg…ine-e-mails-a-299645.html
    Klar, ist es für den Jobsuchenden nicht nur eine sehr einfache und schnelle Bewerbungsmöglichkeit, sondern auch eine günstige.


    Es fallen keine Papierkosten, Tintenpatronenkosten, Bewerbungsmappen und Versandkosten an. Wenn man sich bei mehreren Unternehmen bewirbt, macht das eine gute Summe an Geld die man gespart hat.
    Doch das es schnell per Email geht, nehmen wohl zu viele Bewerber wortwörtlich. Es werden immer mehr Massenmails verschickt in der sogar die Unternehmen in der Adresszeile aneinander gereiht werden.


    Man sollte sich bewusst machen, dass man mit einem kurzen Klick auf Senden die ganze Bewerbung zu nichte machen könnte, da in manchen Fällen eine schriftliche Bewerbung erwünscht ist.


    Desweiteren wird in der Bewerbung an sich eine Menge fehler gemacht. Einer der häufigsten Fehler wird beim Bewerbungsfoto gemacht. Wir Menschen sind nun mal Optikmenschen. Die Personaler schauen sich die Bewerbungen an und wenn jemand gleich auf dem Ersten Blick nicht gefällt wird die Bewerbung zur Seite gepackt. Daher ist es wichtig ein angemessenes Foto zu wählen. Es gibt immer wieder Bewerber die den Kopf aus einem Urlaubsschnappschuss ausschneiden und auf die Bewerbung kleben. Die werden schneller aussortiert als gedacht. Man sollte auch nicht einfach in irgendeinen Automaten gehen und dort das Geld verschwenden. Auch diese Fotos werden nicht optimal. Daher sollte man nicht an der falschen Stelle sparen (sind ehrlich gesagt auch nicht mehr teuer) und ordentliche Bewerbungsfotos machen lassen. Dafür gibt es eine Menge geeigneter Orte wie z.B. hier. Wenn man die machen lassen hat, dann ist man aufjedenfall auf der sicheren Seite was die Fotos angeht.


    Insgesamt sollte die Bewerbung sehr sauber und schick sein. Es kommt immer wieder vor, dass das Papier angeknickt oder mit Fittfingerabdrücken verschickt wird. Man sollte aufpassen, denn das kommt ebenfalls nicht gut an und ist weiterer Grund die Bewerbung gleich auszusortieren.


    Sollten diese Punkte stimmen hat man insgesamt gute Chancen, nicht aufgrund unnötiger Kleinigkeiten, den Traumjob zu verspielen.

    Die schönsten Momente, die man erlebt, sind kostenlos.

  • Zum Thema E-Mailbewerbung kann ich zwei Dinge ergänzen: Auch wenn ein Unternehmen ausdrücklich Bewerbungen per E-Mail auch erlaubt hat man selbst wenn man alles richtig macht oft schlechte Karten. Eine Freundin berichtete mir, dass ihre Firma nur schriftliche Bewerbungen sichtet und Online außen vor lässt weil es auch so schön viel zu viele Bewerbungen sind. Und mein Schatz hat früher aus Kostengründen nur Onlinebewerbungen gemacht. Seit sie auch wieder schriftlich bewirbt bekommt sie auch endlich Resonanz und hat so nach vielen Jahren erfolgloser Suche gleich zwei Jobs bekommen.

    Bei jedem Atemzug stehen wir vor der Wahl,
    das Leben zu umarmen oder auf das Glück zu warten.

  • Eine Ausnahme bilden hier aber Leiharbeitsfirmen. Denen sitzt ein Kunde meist unmittelbar im Nacken mit Vorstellungen, bei denen er selbst nicht fündig geworden ist. Erfüllt man dann nur in etwa den gewünschten Anforderungen, genügt es vollkommen per E-Mail einen tabellarischen Lebenslauf und die wichtigsten Zeugnisse zu schicken. Ein Anschreiben, ein Deckblatt, ein Flyer und was weiß ich noch alles, was bei Bewerbungsschulungen verzapft wird, werden überhaupt nicht beachtet. Es muss schnell gehen! Ich habe es schon mehrfach erlebt, dass der Personalchef nur schwarz/weiß Kopien meines Lebenslaufes und von zwei drei Zeugnissen beim Bewerbungsgespräch dabei hatte.


    Jetzt muss ich aber auch gestehen, dass ich derart spezialisiert bin und schon sehr viel Berufspraxis mitbringe, dass man einfach davon ausgehen muss, dass ich wirklich vom Fach bin. Berufsanfänger hätten da schlechtere Karten. Denen sei aber zu einer Leiharbeit nicht unbedingt geraten. Da würde man dann nur verheizt und für dumm verkauft.


    Bei Leiharbeitsfirmen muss man gewaltig aufpassen, dass man nicht über den Tisch gezogen wird. Kann ich dort nicht alle mir wichtigen Forderungen durchsetzen, würde ich ganz hart auf so eine "Sklaven"-Stelle verzichten und lieber auf die Gelegenheit hoffen bei dem Auftraggeber irgendwie (mit anständigem Bewerbungsschreiben/Initiativbewerbung) doch noch rein zu rutschen. Keine Sorge, die Auftraggeber sind alle nicht sehr begeistert von Leiharbeitsfirmen und wenden sich an diese oft nur, weil sie eben keine Fachkraft finden können.

    Grüße vom Gyuri


    „Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen“
    (Karl Valentin)

  • Auch ich durfte jetzt mittlerweile an mehreren Gesprächen teilnehmen und habe ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Je nachdem, wo und in welcher Branche man sich vorstellt, laufen die Bewerbungsgespräche dementsprechend ab. Manch ein Chef führte sich gönnerhaft auf und hat den großen Macker raushängen lassen, dass ich doch froh sein solle, dass er mich eingeladen hat etc. Bei einer Behörde zB lief das Gespräch absolut nach strikten Regeln ab, da wurde eine Liste von Fragen abgearbeitet und Bewertungen verteilt von 1 - 5, je nachdem, was ich für eine Antwort gegeben habe.


    Ich bin wahrlich kein Typ, der mit solchen Situationen spontan gut umgehen kann. Ohne Vorbereitung und ein gewisses Maß an Planung läuft bei mir nix. Das geht schon bei der Kleidung los. Die muss sitzen und einen halbwegs seriösen Eindruck machen ;) Und am allerwichtigsten: man muss sich drin wohl fühlen. Ein guter Personaler merkt sofort, wenn man sich nicht gut in seiner zweiten Haut fühlt.


    Was das Verfahren vorher angeht (Das Bewerbungsgespräch ist ja im besten Falle der Schlussspurt mit Blick auf die Ziellinie) habe ich auch unterschiedlichste Sachen erlebt. Wenn ein Unternehmen schreibt, dass ausdrücklich OnlineBewerbungen gewünscht sind, dann sollten die schon drauf reagieren. Ich hatte auch nie den Fall, dass eine meiner Bewerbungen ignoriert wurde. Ich habe immer Respons bekommen, einmal sogar einen spontanen, sehr netten Rückruf. Schriftlich ist heute fast schon die Ausnahme. Viele Leute machen wahrscheinlich den Fehler und geben sich bei einer OnlineBewerbung per Mail weniger Mühe. Aber auch da sollte tunlichst auf Ausdruck und vorallem Grammatik und Rechtschreibung geachtet werden. Ich habe nie mein Anschreiben in das Textfeld gekleistert, sondern immer schön die Form gewahrt anhand eines Anschreibens im Anhang als pdf. Die Leute, die das lesen und (aus-)sortieren müssen, wollen auch nicht erst jede angehangene Datei öffnen und irgendwie zusammenbringen. Zeit ist Geld und wer verzögert ist raus. Vielen ist das sicherlich nicht bewusst und machen es deshalb unbewusst so, als würden sie Bekannten oder Freunden eine Mail schreiben.

    Das Leben wird nicht gemessen an der Zahl unserer Atemzüge,

    sondern an den Orten und Momenten, die uns den Atem rauben!

  • Wenn man es geschafft, zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden, kann man sich nur noch gut verkaufen. Wenn man das beherrscht, sollte das kein Problem darstellen.
    Sicherlich sollte man sich zuvor Antworten auf Fragen wie: "wo sehen Sie ihre Schwächen?" oder so überlegen.